Der Fortschritt von Flu zu Ozean ist weniger schnell als der von
Mensch zu Irrtum.
		-- Franois Marie Voltaire
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Der erste Monat der Ehe ist der Monat des Honigs und der zweite der
Monat des Absinths.
		-- Franois Marie Voltaire
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Es ist komisch, da kein Mensch mit Esprit ein Glck mchte, das auf
Dummheit gegrndet ist, und doch ist es klar, da man dabei einen
guten Tausch machen wrde.
		-- Franois Marie Voltaire
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Wer dem Verbrechen Nachsicht bt, wird sein Komplize.
		-- Franois Marie Voltaire
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Die Arroganz der Kleinen ist es, immer von sich, die der Groen nie
von sich zu reden.
		-- Franois Marie Voltaire
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Die ntzlichsten Bcher sind die, die den Leser anregen, sie zu
ergnzen.
		-- Franois Marie Voltaire
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Die Industrie mte gefrdert werden, aber die blhende Industrie
mte dann ihrerseits auch den Staat untersttzen.
		-- Franois Marie Voltaire
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Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafr
einsetzen, da du es sagen darfst.
		-- Franois Marie Voltaire
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In der ersten Hlfte des Lebens opfert man seine Gesundheit,
um Geld zu verdienen.
In der zweiten Hlfte des Lebens opfert man sein Geld,
um die Gesundheit wiederzuerlangen.
		-- Franois Marie Voltaire
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Die Ppste und ihre Helfershelfer waren so sehr davon berzeugt, da
ihre Macht ausschlielich auf der Unwissenheit beruht, da sie immer
wieder die Lektre des einzigen Buches verboten haben, das ihre
Religion verkndet; sie sagten: Hier ist euer Gesetz, und wir
verbieten euch, es zu lesen; ihr erfahrt daraus nur, was wir euch zu
lehren geruhen. Diese absonderliche Tyrannei ist unbegreiflich, und
trotzdem gibt es sie. Jede Bibel in lebender Sprache ist verboten;
erlaubt ist sie nur in einer Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.
		-- Franois Marie Voltaire
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berall sind es die Mnche, die die Menschen verdorben haben. Der
weise und gelehrte Leibniz hat es eindeutig nachgewiesen. Er hat
gezeigt, da das 10. Jahrhundert, das man das Jahrhundert der Roheit
nennt, viel weniger barbarisch war als das 13. und die folgenden
Jahrhunderte, in denen diese Massen von Bettlern entstanden, die das
Gelbde ablegten, auf Kosten der Laien zu leben und diese zu
bedrcken.
		-- Franois Marie Voltaire
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Wenn Sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen,
springen Sie hinterher. Es gibt bestimmt was zu verdienen.
		-- Franois Marie Voltaire
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Der Mensch wird ohne Grundstze, aber mit der Fhigkeit geboren, sie
alle in sich aufzunehmen.
		-- Franois Marie Voltaire
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Jeder Mensch kommt mit einer sehr groen Sehnsucht nach Herrschaft,
Reichtum und Vergngen sowie einem starken Hang zum Nichtstun auf die
Welt.
		-- Franois Marie Voltaire
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Alle Menschen sind gleich. Nicht die Geburt, nur die Tchtigkeit macht
einen Unterschied.
		-- Franois Marie Voltaire
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Auf hundert verschiedene Weise will ich wiederholen, da man
niemals Gott etwas Gutes tut, wenn man den Menschen Bses tut.
		-- Franois Marie Voltaire
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Zwei Dinge bedeuten mir Leben: die Freiheit und die Frau, die ich liebe.
		-- Franois Marie Voltaire
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Die ersten Christen mssen schon ein ziemlich schlechtes Bild von sich
gegeben haben, wenn man sie der Menschenfresserei beschuldigte. Ich
meinerseits mu gestehen, mir wre es lieber, wenn sie damals ein oder
zwei kleine Jungen gefressen htten, statt so viele Unschuldige zu
verbrennen, die Massaker der Albigenser, der Einwohner von Mrindol
und Carbrires, der Bartholomusnacht und so viele andere Greueltaten
zu begehen. Dieser Schandfleck ist unser besonderes Kennzeichen.
Unsere Religion mu schon sehr wahr sein, da niemals der Gedanke
aufgetaucht ist, da man ihr vielleicht schaden knnte, wenn man sie
in dieser Weise predigte.
		-- Franois Marie Voltaire
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Seine Meinung fr den Willen Gottes auszugeben, seinen Glauben unter
Androhung der Todesstrafe und ewiger Seelenqualen anderen
aufzuzwingen, ist bei einigen Menschen zum hchsten Grad an
Geistesdespotismus geworden; umd diesen beiden Drohungen zu
widerstehen, wurde bei anderen zur letzten Anstrengung der natrlichen
Freiheit.
		-- Franois Marie Voltaire
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Ich bin berzeugt, da die christliche Religion seit Konstantin mehr
Menschen vernichtet hat als es heute Einwohner in Europa gibt.
		-- Franois Marie Voltaire
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Das Geheimnis zu langweilen besteht darin, alles zu sagen, was man
wei.
		-- Franois Marie Voltaire
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Je fter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den
Anschein der Klugheit.
		-- Franois Marie Voltaire
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Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich wie Dummheit mit guten
Manieren.
		-- Franois Marie Voltaire
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Eine dumme, einfltige Frau ist ein Segen des Himmels.
		-- Franois Marie Voltaire
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Arbeit ist hufig der Vater des Vergngens.
		-- Franois Marie Voltaire
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Arbeit bewahrt uns vor drei groen beln: der Langeweile, dem Laster
und der Not!
		-- Franois Marie Voltaire
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Zufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache existieren.
		-- Franois Marie Voltaire
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Lgen ist nur dann ein Laster, wenn es Bses stiftet, dagegen eine
sehr groe Tugend, wenn dadurch Gutes bewirkt wird.
		-- Franois Marie Voltaire
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In einer irrsinnigen Welt vernnftig sein zu wollen, ist schon wieder
ein Irrsinn fr sich.
		-- Franois Marie Voltaire
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Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist
alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.
		-- Franois Marie Voltaire
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Die Ehrgeizigen und die Wollstigen haben nur selten Zeit zu denken.
		-- Franois Marie Voltaire
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Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewiheit ist eine
absurde.
		-- Franois Marie Voltaire
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Es hat Verzweiflung oft die Schlachten schon gewonnen.
		-- Franois Marie Voltaire
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Wenn es keinen Gott gbe, mten wir ihn erfinden.
		-- Franois Marie Voltaire
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Man kann von den Propheten nicht verlangen, da sie immer irren.
		-- Franois Marie Voltaire
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Der Friede ist noch mehr wert als die Wahrheit.
		-- Franois Marie Voltaire
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Es gibt hier Arten, seine Zeit zu vertun: Nichts zu tun, es ungenau zu
tun, oder im falschen Augenblick zu tun.
		-- Franois Marie Voltaire
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Wer nicht den Verstand seines Alters hat, der hat das ganze Unglck
seines Alters.
		-- Franois Marie Voltaire
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Die Gtter sind gut, die Priester grausam.
		-- Franois Marie Voltaire
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Gott ist ein Komdiant, der vor einem Publikum spielt, das zu
ngstlich zum Lachen ist.
		-- Franois Marie Voltaire
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Die Zwietracht war die Wiege der christlichen Religion, und sie wird
wahrscheinlich ihr Grab sein.
		-- Franois Marie Voltaire
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Wird man es fr mglich halten, da es bei den Papisten Gerichtshfe
gegeben hat, die so schwachsinnig, niedertrchtig und barbarisch
waren, arme Brger zum Tode zu verurteilen, die kein anderes
Verbrechen begangen hatten, als in der Fastenzeit Pferdefleisch
gegessen zu haben? Dieses Vorkommnis ist nur zu wahr: ich halte ein
solches Urteil in Hnden...
		-- Franois Marie Voltaire
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Jeder Fanatiker ist ein Schuft aus Gewissensgrnden...
		-- Franois Marie Voltaire
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Man warf Montezuma vor, da er Gefangene seinen Gttern opfere: was
wrde er wohl gesagt haben, wenn er die Vollstreckung eines Urteils
der Inquisition gesehen htte?
		-- Franois Marie Voltaire
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Das Bedauerliche ist, da, kaum hatte die christliche Religion den
Sieg davongetragen, ihre Heiligkeit auch schon durch Christen entweiht
wurde, die sich ihrem Rachedurst hingaben, whrend ihr Triumph in
ihnen doch gerade den Geist des Friedens htte wachrufen sollen.
		-- Franois Marie Voltaire
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Dies ist der Gipfel des Monstrsen und Lcherlichen, Gott als einen
kleinlichen, unsinnigen und barbarischen Despoten zu verknden, der
einigen seiner Favoriten heimlich ein unverstndliches Gesetz mitteilt
und die brigen des Volkes umbringt, weil sie dieses Gesetz nicht
gekannt haben.
		-- Franois Marie Voltaire
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Ich verabscheue, was Sie sagen: ich werde Ihr Recht, es zu sagen, bis
zum Tod verteidigen.
		-- Franois Marie Voltaire
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Alle Kriege sind Raubzge.
		-- Franois Marie Voltaire
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Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen.
		-- Franois Marie Voltaire
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Man erstickt den Verstand der Kinder unter einem Ballast unntzer
Kenntnisse.
		-- Franois Marie Voltaire
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Ehe: das einzige Abenteuer, in das sich auch die Feigen strzen.
		-- Franois Marie Voltaire
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Atheismus kann als das Laster der weniger intelligenten Menschen 
gelten, der Aberglaube aber als das Laster der Toren.
		-- Franois Marie Voltaire
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Der Fanatismus ist fr den Aberglauben, was das Delirium fr das 
Fieber, was die Raserei fr den Zorn.
		-- Franois Marie Voltaire
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Ist es nicht so, da die Menschen aus Gewohnheit aberglubisch 
und aus Instinkt Schurken sind?
		-- Franois Marie Voltaire (Potpourri)
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Je weniger Aberglaube, desto weniger Fanatismus, und je weniger 
Fanatismus, desto weniger Unheil.
		-- Franois Marie Voltaire (Philosophisches Wrterbuch)
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Wir achten die Toten mehr als die Lebenden. Man sollte aber beide 
ehren.
		-- Franois Marie Voltaire
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Wer seinem Lande treu dient, braucht keine Ahnen.
		-- Franois Marie Voltaire (Mrope)
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Wir wollen uns dessen aber nicht rhmen, da wir die ltesten sind,
sondern darauf bedacht sein, stets die Gerechtesten zu sein.
		-- Franois Marie Voltaire (Die Briefe Amabeds)
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